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Copyright © 2000 Michael Hoff Alle Rechte vorbehalten.

    Ältestes bekanntes Zeugnis der Ippendorfer Geschichte ist ein ca. 50.000 Jahre alter Schaber aus Feuerstein, der 1959 in der Nähe des Katzenlochbachtales gefunden wurde.
    Ein deutlich jüngeres, jedoch immer noch prähistorisches (vorgeschichtliches) Zeugnis
    menschlicher Siedlung in Ippendorf ist ein hinter dem Forsthaus am Stationsweg gelegener Ringwall.
    In einen solchen durch Palisaden geschützten Ringwall zogen sich die jungsteinzeitlichen
    Menschen in kriegerischen Zeiten zu Verteidigung gegen Angriffe zurück.
    Funde, wie z.B. ein Sesterz (eine Münze) mit dem Bild des Kaisers Trajanus (98 - 117 n. Chr.)
    oder ein römischer Altar aus dem 2. bis 3. Jahrhundert, beweisen die  Anwesenheit von Menschen der römischen Zeit im heutigen Ortsgebiet.
    Urkundlich wurde Ippendorf erstmals um 1320 erwähnt.
    Die Endung “-dorf" deutet jedoch auf eine Haufensiedlung hin, die bereits zuvor in der Frankenzeit gegründet worden war.
    Bestandteil solcher Ortsnamen ist meist der Name einer für die Siedlung bedeutenden Person.
    Der fränkische Personenname “Ippo" ist für das 8. Jahrhundert  urkundlich belegt.
    Ippendorf kann somit als “Dorf des Ippo" übersetzt werden.
    Seit dem Mittelalter gehörte Ippendorf zur “Probsteilichen Herrlichkeit Endenich", die dem Probst des Bonner Cassiusstiftes am heutigen Münster unterstand.
    Nach der Französischen Revolution zogen die Revolutionsheere unter dem Schlachtruf
    “Friede den Hütten, Krieg den Palästen" ins Rheinland ein.
    Das linksrheinische Gebiet, und damit auch Bonn und Ippendorf, gehörten zwischen 1794 und
    1814 zu Frankreich.
    Nach der Völkerschlacht von Leipzig und dem Sturz des französischen Kaisers Napoleon wurde
    das Land dem preußischen Staat einverleibt.
    Ippendorf gehörte wie während der französischen Verwaltung zunächst zur Bürgermeisterei
    Poppelsdorf.
    Die reicheren Orte der Bürgermeisterei wurden 1904 in die Stadt Bonn eingemeindet, die ärmeren Dörfer – unter ihnen Ippendorf – wurden zur Bürgermeisterei Duisdorf zusammengefaßt.
    Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wurde das linksrheinische Gebiet nacheinander von kanadischen, englischen und schließlich französischen Truppen besetzt.
    Die Besatzungszeit dauerte bis 1926.
    Jahre später war auch der Zweite Weltkrieg verloren.
    Am 9. März 1945 wurde auf dem Ippendorfer Wasserturm, der nahe der heutigen Zweigstelle
    der Sparkasse stand,zum Zeichen der Übergabebereitschaft an die anrückenden  amerikanischen Truppen die weiße Fahne gehißt.
    Die Verwaltung ging später an die britische Militärregierung über.
    Nachdem die Bundesrepublik Deutschland gegründet und demokratische Parlamente für den
    Bund und die Bundesländer gewählt waren, beschloß der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen 1969 u.a. das Amt (die Bürgermeisterei) Duisdorf und damit auch Ippendorf in die damalige Bundeshauptstadt Bonn einzugemeinden.
    Nach der Wahl Bonns zur Bundeshauptstadt setzte 1950 eine rege Bautätigkeit in Ippendorf ein.
    Die Zahl der bebauten Grundstücke verdreifachte sich innerhalb der folgenden 25 Jahre nahezu.
    In diesen Jahren veränderte sich der Charakter Ippendorfs grundlegend.
    Das ehemalige Bauerndorf wurde zum Bonner Villenvorort.
    Bis heute hält die Erschließung Ippendorfs zu einem bevorzugten Wohnort an.
    Quelle: Bernhard Berzheim: Ippendorf – Vom armen Bauerndorf zum bevorzugten Bonner Wohnort