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- Ältestes bekanntes Zeugnis der Ippendorfer Geschichte ist ein ca. 50.000 Jahre alter Schaber aus Feuerstein, der
1959 in der Nähe des Katzenlochbachtales gefunden wurde.
- Ein deutlich jüngeres, jedoch immer noch prähistorisches (vorgeschichtliches) Zeugnis
- menschlicher Siedlung in Ippendorf ist ein hinter dem Forsthaus am Stationsweg gelegener Ringwall.
- In einen solchen durch Palisaden geschützten Ringwall zogen sich die jungsteinzeitlichen
- Menschen in kriegerischen Zeiten zu Verteidigung gegen Angriffe zurück.
- Funde, wie z.B. ein Sesterz (eine Münze) mit dem Bild des Kaisers Trajanus (98 - 117 n. Chr.)
- oder ein römischer Altar aus dem 2. bis 3. Jahrhundert, beweisen die Anwesenheit von Menschen der römischen
Zeit im heutigen Ortsgebiet.
- Urkundlich wurde Ippendorf erstmals um 1320 erwähnt.
- Die Endung “-dorf" deutet jedoch auf eine Haufensiedlung hin, die bereits zuvor in der Frankenzeit gegründet
worden war.
- Bestandteil solcher Ortsnamen ist meist der Name einer für die Siedlung bedeutenden Person.
- Der fränkische Personenname “Ippo" ist für das 8. Jahrhundert urkundlich belegt.
- Ippendorf kann somit als “Dorf des Ippo" übersetzt werden.
- Seit dem Mittelalter gehörte Ippendorf zur “Probsteilichen Herrlichkeit Endenich", die dem Probst des Bonner
Cassiusstiftes am heutigen Münster unterstand.
- Nach der Französischen Revolution zogen die Revolutionsheere unter dem Schlachtruf
- “Friede den Hütten, Krieg den Palästen" ins Rheinland ein.
- Das linksrheinische Gebiet, und damit auch Bonn und Ippendorf, gehörten zwischen 1794 und
- 1814 zu Frankreich.
- Nach der Völkerschlacht von Leipzig und dem Sturz des französischen Kaisers Napoleon wurde
- das Land dem preußischen Staat einverleibt.
- Ippendorf gehörte wie während der französischen Verwaltung zunächst zur Bürgermeisterei
- Poppelsdorf.
- Die reicheren Orte der Bürgermeisterei wurden 1904 in die Stadt Bonn eingemeindet, die ärmeren Dörfer – unter ihnen
Ippendorf – wurden zur Bürgermeisterei Duisdorf zusammengefaßt.
- Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wurde das linksrheinische Gebiet nacheinander von kanadischen, englischen und
schließlich französischen Truppen besetzt.
- Die Besatzungszeit dauerte bis 1926.
- Jahre später war auch der Zweite Weltkrieg verloren.
- Am 9. März 1945 wurde auf dem Ippendorfer Wasserturm, der nahe der heutigen Zweigstelle
- der Sparkasse stand,zum Zeichen der Übergabebereitschaft an die anrückenden amerikanischen Truppen die weiße
Fahne gehißt.
- Die Verwaltung ging später an die britische Militärregierung über.
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- Nachdem die Bundesrepublik Deutschland gegründet und demokratische Parlamente für den
- Bund und die Bundesländer gewählt waren, beschloß der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen 1969 u.a. das Amt (die
Bürgermeisterei) Duisdorf und damit auch Ippendorf in die damalige Bundeshauptstadt Bonn einzugemeinden.
- Nach der Wahl Bonns zur Bundeshauptstadt setzte 1950 eine rege Bautätigkeit in Ippendorf ein.
- Die Zahl der bebauten Grundstücke verdreifachte sich innerhalb der folgenden 25 Jahre nahezu.
- In diesen Jahren veränderte sich der Charakter Ippendorfs grundlegend.
- Das ehemalige Bauerndorf wurde zum Bonner Villenvorort.
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- Bis heute hält die Erschließung Ippendorfs zu einem bevorzugten Wohnort an.
- Quelle: Bernhard Berzheim: Ippendorf – Vom armen Bauerndorf zum bevorzugten Bonner Wohnort
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